letzte Aktualisierung:
01.02.2017
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Selbstverständnis

Hier geht es um das Verständnis für, und den Umgang mit der Natur im Allgemeinen, im Besonderen in der Sächsischen Schweiz, meiner Heimat, und den "Naturschutz" als Politikum.

Goethe, Faust, 1. Teil, 1. Aufzug:

Faust:
"Ja, was man so erkennen heißt!
Wer darf das Kind beim rechten Namen nennen?
Die wenigen, die was davon erkannt,
Die töricht g’nug ihr volles Herz nicht wahrten,
Dem Pöbel ihr Gefühl, ihr Schauen offenbarten, 
Hat man von je gekreuzigt und verbrannt..."

Dumm gelaufen 01.02.2017
Es bedurfte wirklich keiner prophetischen Begabung, als ich, siehe unten, vor mehr als drei Jahren feststellte:
"Ameisen "latschen" ja bekanntlich, wo sie wollen: querfeldein im Wald oder die Wände hoch. Ebenso zutreffend ist das für manche (aber beileibe nicht alle!) "Sandsteinameisen" und was das für Folgen haben sollte.
Nun hat doch der Mothes, ein hergelaufener Schweiz-Schänder aus Halle /S., vor etlicher Zeit seine Wanderbücher über die "Stillen Wege" herausgebracht und damit publik gemacht, was lieber im Verborgenen geblieben wäre: Wie man z.B. Wege in der Nationalpark-Kernzone des Elbsandsteingebirges, die die Nationalparkverwaltung - auch in Abstimmung mit Kletter- und Wanderverbänden! - sinnigerweise für die Öffentlichkeit gesperrt hat, damit sich Natur wieder ungestört entfalten kann und nicht alle Nase lang unbedarfte Fußkranke z.B. in Gebiete laufen, die besonders schutzbedürftig sind, auffinden und begehen kann, mit dem (von mir 2013 vorhergesagten) Effekt, daß dort heute pro Jahr (vermutlich mittels Fotofalle oder dergleichen) um oder über 3000 illegale Betretungen festgestellt werden! Folge des Aufrufes zur Mißachtung eines - weiß Gott nicht willkürlichen - Betretungsverbotes!
Dem Altmeister der sächsischen Klettertradition, Ulrich Voigt, dem ersten Vorsitzenden des SBB vom 25.05. 1990 bis 22.05.2002, ist trotz seiner gesetzten 83 Jahre darob die Hutschnur geplatzt und er hat den Mothes und seine Apologeten öffentlich (in der SZ vom 31.01.2017, leider hinter einer €-Bezahlschranke) verbal abgewatscht. Wem der Name Voigt nichts sagt, kann sich hier über seine Vita informieren: Der Mann ist über jeden Zweifel erhaben.
Bergfreund Voigt: "In unserem sächsischen Nationalpark, der einen hohen Wert für Anwohner und Liebhaber hat, geschieht genau diese bewusste Missachtung von Regeln und Gesetzen bei den aus Naturschutzgründen gesperrten Wegen und Pfaden in der sogenannten Kernzone. Die soll einer durch Wanderer und Naturfreunde weitgehend unbeeinflussten Naturentwicklung vorbehalten sein.
Besondere Liebhaber von „Stillen Wegen“ verbreiten jedoch mittels aller modernen Möglichkeiten und sogar mit gedruckten öffentlich käuflichen Büchern die Kenntnis über in der Nationalparkregion gesperrte Wege und Pfade. Sie begründen ihr Tun mit dem ihrer Meinung nach ehrenwerten Streben, alte Kulturgüter, das sind diese Wege, auch in einer sonst möglichst kulturlosen Naturlandschaft zu erhalten. Durch diese konkrete Umkehrung unserer endlich erreichten Gedankenfreiheit finden sie Menschen, die erfreulicherweise verstärkt in der Natur Freude und Erholung suchen."
"Wirklich schädlich für unser herrliches Felsengebirge werden diese selbst ernannten „Kulturwächter“ nicht deshalb, weil sie still und mit Liebe zur Einsamkeit verbotene Wege gehen, sondern weil sie mit allen Mitteln dazu aufrufen, ihnen zu folgen. Sie machen damit ihre „Stillen Wege“ zu lauten, die durch uns Wanderer und Bergsteiger und die zahlreichen Gäste erlebbare wilde Natur zur Kulturzone, die dann immer weniger still werden wird. Sie wenden sich offen gegen Regeln und Gesetze, die doch – wie auch Verkehrsregeln – für uns alle sorgen sollen. Naturschutz dient auf den ersten Blick der Natur. Aber die Natur ist nicht für sich selber so einfach da und freut sich darüber. Sie ist für die Menschen geschaffen. Sie sollten echt für sie sorgen, und damit sich selber Gutes tun – und ihren Nachkommen auch."

Natürlich haben diese egoistischen Ignoranten für solche Rede nur Hohn. Es stehen ja auch handfeste materielle Interessen der inflationär wie Pilze aus dem Boden geschossenen, sogenannten "Wanderbuchverlage" aus dem Freizeitpark Deutschland hinter solchen Veröffentlichungen. Diese Dummköpfe beklagen die Folgen ihres Tuns nachher und lamentieren, daß das Gehen in der Natur hier im Gebirge eigentlich am Wochenende bei schönem Wetter überhaupt nicht mehr unbeschwert sei. Kein Wunder, wenn man die Völkerwanderung selbst in Gang gesetzt hat! Hoffentlich erkennt die NPV die Zeichen der Zeit und bildet im Vorgriff auf die zu erwartenden Einnahmen an Ordnungsgeld ordentlich Nationalparkranger aus, die den aufmüpfigen Sandsteinameisen endlich das Laufen lehren!

Wahl gelaufen
23.09.13
Den Grünen sind 20% ihrer Wähler aus 2009 weggelaufen. Das ist folgerichtig, wenn weltfremde  Spinnereien, Bürgerbevormundung und - ähm... ekelige Affären aus der Vergangenheit zum Thema werden. (siehe Beitrag "cui bono", unten!) Fazit: Der Stimmenanteil gibt wieder, wieviel Klientel den Grünen noch verblieben ist: besagte weltfremde Spinner und radfahrende Großstadtökos. Hier werden "Köpfe rollen" müssen, um wieder breitere Akzeptanz erringen zu können, ohne dabei aber in fremde "Jagdreviere" überzuwechseln und an Farbe zu verlieren. Diese Gratwanderung dürfte schwierig werden.
P.S.: Laut SZ kamen die Grünen im Wahlkreis Sächsische Schweiz / OE auf gerade mal 3,6%!

Lichtblicke 23.09.13 (zum Gehen im Elbsandstein)
Ameisen "latschen" ja bekanntlich, wo sie wollen: querfeldein im Wald oder die Wände hoch. Ebenso zutreffend ist das für manche (aber beileibe nicht alle!) "Sandsteinameisen". Um so mehr hervorzuheben ist, wenn von dort auch nachdenkliche Stimmen kommen: Zitat: "Sandstein ist weicher als du glaubst, speziell dann, wenn er durchfeuchtet ist. Wie schnell Seile bei schlecht gebauten Gipfelstandplätzen in das Gestein schneiden, kannst Du an verschiedensten Stellen der Sächsischen Schweiz bewundern und ausgelatschte Tritte ebenso."  und: "Die schon von der Promenade deutlich sichtbaren tiefen Tritte waren ursprünglich nur ganz schwach angedeutete Mulden. Und dort waren "nur" Kletterer zugange. Wieviel mehr Erosion wird dagegen an einem so vielbesuchten Flecken wie der Hickelhöhle oder gar dem Schrammtor verursacht!"  Hört, hört! Dem ist wohl nichts hinzuzusetzen... freut sich der Trockenmaurer ob dieser (Selbst-)Erkenntnis - in Anbetracht der Auswirkungen "ungehemmter" Begehung auch gesperrter Wege bzw. der "Flüsterpropaganda" hierzu (siehe vorangegangenes Thema). 

Inkonsistenz vs. Inkontinenz - Nachtrag zu "Wer tot ist..." (Gastkommentar 11.09.13)

Der Trockenmaurer hat noch mal nachgehakt und ist auf wunderliche (Vorstellungs)Welten gestoßen.

Eine Einzelperson, bzw. höchstens eine kleine Gruppe erhebt sich - ablesbar an ihren Verlautbarungen im www - über große Teile der Gesellschaft und des Gemeinwesens (hier vertreten durch die NPV) mit dem ausschließlichen Ziel, die Sächsische Schweiz für sich als "Nach-Feierabend-Freizeitland" zu generieren (denn sie leben tatsächlich weder DARIN noch DAVON)! Dabei haben sie sich auf die derzeitige Praxis der NPV in der Handhabung des Wegegebotes bzw. bestimmter Betretungsverbote (Kernzone) sowie die Handhabung des Waldumbaues "eingeschossen". (Daß hier tatsächlich noch "Luft nach oben" ist, wird weder vom NP selbst - siehe diverse Statements - noch von mir bestritten.)
Wenn sie den NP aber ganzheitlich mit seinen Rahmenbedingen als Projekt inkonsistent finden, würde mich mal interessieren, welches alternative Modell auf gleich hohem komplex verzahnten Niveau die paar betreffenden Stiegen- und Wanderfreunde darstellen können, das auch allen damit zu berücksichtigenden Bereichen gerecht wird? (Man führe sich vor Augen, wieviele Kompromisse bei der Schaffung des NP bzw.  bei der Schaffung des gesetzlichen Rahmens und der Bestimmungen geschlossen wurden - SBB - und wieviel Staub das damals aufgewirbelt hat - will man da jetzt absichtlich Sand ins Getriebe schütten?)

"Ich schlage mal - rein theoretisch und spaßhalber - für solche "Großstadtindianer" folgenden Feldversuch - nach ihren eigenen Maßstäben und an eigenem Leibe erlebbar - vor:
NUR 5 Tage und Nächte in Dresden sämtliche Straßenverkehrsregeln, Fahr- bzw. Zugangsverbote usw. aufzuheben - alles ist erlaubt, was machbar ist - und für diesen Zeitraum jegliche Strafverfolgung auszusetzen (müßte in etwa den Größenordnungen gerecht werden, welche diese Leute für den NP ansetzen).
Wenn das Projekt richtig gut läuft und die Betreffenden sich dabei immer noch wohlfühlen, könnte man ja über eine Ausweitung nachdenken... Kann aber sein, in deren Hosen hat sich durch die Entwicklung in ihrer Stadt in dieser Zeit die Konsistenz hinten herum stark in Richtung Inkontinenz verschoben..."

Danke nach Pirna für diesen unterhaltsamen Einwurf! Der Trockenmaurer

Wer tot ist, kann sich nicht mehr wehren - oder: Aufforderung zum Rechtsbruch? (09.09.13)-
möchte man angesichts mancher Freiheit im Zitat folgern: Wer heute - wie auf sandsteinpfade.de - für die Rechtfertigung seines rechtswidrigen Tuns, wie sie die Mißachtung des Betretungsverbotes gesperrter Wege im Nationalpark darstellt, 200 Jahre alte Zitate... (hier: Götzinger im Bezug auf den Thorwalder Gratweg, dessen Betreten seit ...zig Jahren untersagt ist!) ...sinnentfremdend wiedergeben muß, weil er sich - ungerechtfertigt, als Fremdling - in der Tradition der damaligen Anwohner und ihrer Beschwernisse wandeln sieht, muß ein Idenditätsproblem haben, denn die damals herrschende, besonders um 1790 - 1813 stets gegenwärtige Not hat den Anwohnern hier seinerzeit - anders, als heute - keine Chance gelassen, außer der (durch die Obrigkeit damals nicht geduldete und oft streng geahndete) Wegnahme von dürrem Holz, Pilzen und Beeren einigermaßen um die Runden zu kommen - das kann man u.a. auch z.B. anhand von ähnlichen Aussagen für das Erzgebirge zur Stülpner-Zeit für ganz Sachsen oder Deutschland nachvollziehen. Über besagten Weg wird schamlos Götzinger zitiert und daraus Rechtfertigung für heutigen Übermut gezogen:

"...Jedoch kann derjenige, welcher weder furchtsam noch schwindlich ist, ihn ohne Bedenken betreten. Denn es ist der gewöhnlich Weg der Holzmacher und Breuselbeerweiber."
(Aber: Aus freien Stücken - gar, wie heute, reinweg zur Erholung oder "Selbstfindung" - in den Wald zu gehen hatten die Vorfahren wohl eher weniger Gelegenheit).

Dies nach so langer Zeit - zudem  als herzugelaufener, ungebetener Querfeldeinläufer aus der Landeshauptstadt - als Freibrief für - na klar - ist es doch: offenen Rechtsbruch zu nehmen, diesen frech zu vollenden; andere ebenfalls - zumindest indirekt, siehe Zitat (sandsteinpfade.de) - dazu zu ermuntern und sich damit auch noch einen großen Auftritt zu verschaffen, setzt schon ein gerüttelt' Maß an Egoismus und Selbstüberschätzung voraus!
Leuchtet man das Umfeld aus, aus dem diese "Verlautbarung" das trübe Licht einer Scheinwelt erblickt, wird man erfahren, daß der Schreiberling mit seinen Veröffentlichungen zum Wandern in der Sächsischen Schweiz mit seinem Verlag - ähnlich weiteren, in den letzten Jahren aus dem Boden geschossenen - zumindest einen Teil seines Hobbys zu finanzieren versucht. Auf Gleichgesinnte, ähnlich "Erweckte" und deren Rückhalt kann er dabei sicher zählen und sein Produkt damit wirkungsvoll vermarkten. Er tut es somit, wie es heute üblich scheint, etlichen, gleich Unberufenen nach, die sich - nicht durchgängig, aber vorwiegend - noch in einem gleichen: Sie sind hier nicht zu Hause!
Die Identifikation mit der Naturwelt der Felsen und Täler findet tatsächlich ihre Grenze und ist nur für die Freizeit sowie den eigenen Kommerz relevant: Hier heimisch werden? Fehlanzeige! Die Gegend ist für's eigene Fortkommen zu abgelegen, infrastrukturell zu schlecht erschlossen, überhaupt: Außer für spektakuläres Freizeiterleben total unattraktiv.

Der "Wanderfreund" ( und allenfalls noch eine Hand voll Anhänger gleicher Einstellung) versucht private Freizeit-Interessen als Einzelperson über einen komplexen, unter Schutz gestellten Naturraum einer ganzen Gesellschaft zu stellen. Er sieht seinen persönlichen "Naturgenuß auf allen Wegen" als das erstrebenswerte Privatziel, ohne gleichzeitig realistische Lösungen für die sich daraus ergebenden Folgen (Massentourismus, Umweltzerstörung, etc..) nur ansatzweise mit zu betrachten oder zu akzeptieren.

Aber man ist ja als "Kind seiner Zeit" heutzutage aufgeklärt und informiert: Zwar hat man eventuell die "alte Ordnung" höchstens noch als Junger Pionier erlebt, war also für die aktive Teilhabe am zivilen Ungehorsam in der damaligen DDR oft noch "zu grün". Für dergleichen Kleingeister logisch, daß man den heutigen Alten in nichts nachstehen und diesen zivilen Ungehorsam - einer zwanghaften Ersatzhandlung eines Gestörten ähnlich - ins (ungefährliche) Heute projiziert - nachvollziehen und erleben will. Folglich richtet sich dieser aus - allerdings zutiefst egistischen Beweggründen - gegen alles, was heute - oft aus gutem, vernünftigem Grunde - regulierend und einschränkend festgelegt ist. Wie zum Beispiel die Betretungsverbote in einem Nationalpark.
Weil ja nach heutiger, freiheitlicher Denkweise jede obrigkeitliche Einschränkung, die der rücksichtslosen Selbstentfaltung entgegensteht, undemokratisch, unmenschlich und somit verwerflich sein muß. Wie man überhaupt alles obrigkeitliche Handeln kraft seines Demokratieverständnisses und seines oberflächlich angelesenen Sachverstandes "zu hinterfragen", anzuprangern und zu kritisieren sich im Recht weiß, zumindest, sofern man dieses opportunistisch für seinen Vorteil zu nutzen gedenkt.
Ein Glasperlenspieler versteigt sich gar soweit: "...Doch immer hat sich Volkes Wille einen Weg gebahnt und neue Möglichkeiten geschaffen...". Klar, denn: "Wir sind das Volk! Doch ICH BIN VOLKER!"
Na, solches ungebetene Volk möge mir vom Leibe bleiben.... Dies kritisch betrachtend, bemühe ich ein anderes Zitat: Ein "wahrhafter Revolutionär", Robert Blum, der zudem noch für seine Überzeugung 1849 durch habsburgische Kugeln hat sterben müssen, wußte es noch richtig: "Da, wo der Haufe erscheint, wirft er das Schöne mit Kot..."

Laßt den diskreten Genießern ihre heimlichen Wege! Aber, diese im Internet wahllos breitzutreten ist einfach nur eitel, oder, um nochmals mit Blum zu sprechen:

"Warum erinnert uns hier, wo die Seele bewundernd dahinschmilzt,

in der unendlichen Pracht dieser erhab'nen Natur
tölpisches Narrengeschmier an das elende Treiben der Erde,
huld'gend mit läppischem Witz seinem erbärmlichen Ich?"

Das Geschmiere an den Felsen verwittert, aber das Internet vergißt nicht...
In dieses Geschehen reiht sich lückenlos ein weiterer beklagenswerter Sachverhalt ein, der hier beschrieben ist.

Cui bono?

Der Mensch beutet die Natur gnadenlos aus. Regenwälder werden abgeholzt, die Meere ihres Fischreichtums beraubt. Zu Recht standen vor Jahrzenten dagegen Menschen auf und riefen damals schon: -  "Sackgasse!" Doch auf der Straße gegen etwas zu protestieren ist etwas anderes, als etliche zehn Jahre später selber für Entscheidungen in der politischen Mitverantwortung zu stehen. Denn jetzt wird erst recht jedes - noch so fragwürdige - Argument im eigenen Sinne (Machterhalt) politisch ausgeschlachtet, obwohl es bei genauerer Betrachtung keineswegs stichhaltig ist. Thema Atomenergie, Klimawandel, Ozonloch oder Waldsterben, egal, Hauptsache, man kann damit Ängste schüren und die öffentliche Meinung im eigenen Sinne indoktrinieren.
Nicht umsonst hat der liberale tschechische Präsident Vaclav Klaus diese Bedrohung richtig beschrieben wenn er sagte: Es ist sicher, daß dieser Umweltaktionismus die moderne Inkarnation des Kommunismus ist.
"Die Medienberichte über die Klimakatastrophe und andere ökologische „Katastrophen“ haben wenig mit den Tatsachen zu tun. Derartige Kampagnen werden gesteuert um andere Zwecke zu verfolgen. Ohnehin haben sich die Medien schon seit langem von einer Darstellung der Wirklichkeit entfernt. Sie konstruieren sich die Wirklichkeit selbst." (Zitat Civitas) Das kennen Ostdeutsche jahrzehntelang schon: Wir hatten die "Aktuelle Kamera", denn ein Feindbild braucht schließlich jede "Bewegung", spätestens seit 1933... Buchtip
In die gleiche "Kerbe" schlagen auch die unzähligen, zweifelhaften, (un?-)eigennützigen  "Tierschutz- (Wolfs-)projekte" hierzulande. Ich will hier nichts gegen wahrhaftige Umweltschützer in ihrer mühevollen Basisarbeit sagen, aber es ist beängstigend, wie sich in der EU-, Bundes- oder Landespolitik dieses pseudo-Grüne Krebsgeschwür in allen Lebensbereichen wuchernd Bahn bricht und, wo es die Oberhand gewinnt, auf einen Schlag verwirft, umkrempelt und auf den Kopf stellt, was an überlieferter Wertvorstellung vorher in der Gesellschaft jahrzehntelang Zeit hatte, zu wachsen. Nehmen wir die aktuelle Diskussion um die Hetero-Ehe und Homo-Lebensgemeinschaft! Die "überlieferte" Form (heute verbreitet ohne Trauschein) zwischen Heteros ist doch die einzige Institution, die an den natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen festhält. Also nicht bloß für Blindschleiche, Hufeisennase und Erhalt heimischer Biotope agiert – was so schön Mode ist - sondern auch auf dem im jeweiligen Biotop lebenden heimischen Menschen besteht! Der offenkundig jeden Schutzes entbehrt, sondern ganz modern vermischt oder gar verdrängt wird. Überall halten wir solches in der Natur für von Übel – nur beim Menschen, der Krone der Schöpfung, nicht?
Ist dagegen "Rummachen" mit Schutzbefohlenen heute salonfähig, etwas Normales? Homo, lesbisch, Genderung, Vielweiberei, Inzest, vielleicht gar Verkehr mit Viechtern? Ist das Bekenntnis zu "1968" der moderne liberale und grüne Weg Europas?
Wie kann sich eine zahlenmäßig unbedeutende Minderheit "anders Orientierter" zur Meinungsführerschaft über eine Mehrheit "Normaler" aufschwingen, dies als gesellschaftlichen Fortschritt und "Überwindung veralteter Tabuvorstellungen" feiern und - geradezu als deren Verhöhnung - das noch "Demokratie" nennen?
Nicht, um die Welt als solche zu verbessern - das wäre wahrlich konstruktiv - nein, einfach um zu zerschlagen; um die Macht und den Einfluß derer, die als Grüne "Metastasen" die Gesellschaft schon befallen haben, weiter zu vergrößern oder zu manifestieren, damit bei der künftigen Wahl der Boden bereitet ist  für die nächste Grüne, oder wenigstens Rot-Grüne "Machtergreifung"! Denn heute ist der Umweltgedanke, die Menschenfreundlichkeit für die Bundes- oder Landesgrünen nur noch Fassade, hinter der eine abstruse Ideologie und Machtbesessenheit versteckt wird. Im politischen Tagesgeschäft ist es die Partei des eiskalten Egoismus, der Obstruktion und des Nein-Sagens. Hier sieht man (spätestens seit Schröder/Fischer) parteiübergreifend, wie Macht auch die (selbsternannt) Ehrlichen korrumpiert. Spätestens, wenn man ihnen einen Aufsichtsratsposten anbietet. Darum haben sie es - in reichlich 30 Jahren - trotz angeblich volksnaher Inhalte nie zur Volkspartei geschafft. Aber dennoch: "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!" (B. Brecht, in Arturo Ui, 1941) 
Warum wohl bekommen die Grünen im ländlichen Umkreis gegenüber der Großstadt keinen "Fuß auf die Erde"? Bei der Sächsischen Landtagswahl 2009 erreichten sie in den sechs Dresdener Wahlkreisen zwischen 10% und 17% (Leipzig ähnliche Zahlen), in den beiden der Sächsischen Schweiz (ähnlich, wie in Vogtland, Erzgebirge, Nordsachsen) aber nur 4,1% und 5,1%? Müßte nicht gerade bei der Landbevölkerung das dargebotene Grüne Gedankengut viel eher fruchtbaren Boden finden? Warum nicht? Kapieren die Landeier nicht, daß die Grünen& Co. berufen sind, die Welt zu verbessern? Oder haben die vermeintlichen "Dorfdeppen" (ich bin ja selbst auch ein solcher) deren wahre Absichten oder Ziele einfach nur längst schon durchschaut?

Link ("Die Welt", 04.04.13)


Dem (un)bekannten Stiegen- und Wanderfreunde gewidmet

Das Elbsandsteingebirge ist nicht, wie oft behauptet, jahrhundertealter Kulturraum, zumindest nicht in seiner Ganzheit. Der Mensch ist hier auf vielen schutzwürdigen, und heute mit Recht unter Schutz gestellten Arealen nach wie vor nur ein Eindringling (was vor allem an den Verhaltensweisen dieser Spezie liegt).
Die Besiedelung von Teilgebieten (z.B. Elbtal oder Ebenheiten, also den heutigen Ortslagen) dieses Naturraumes liegt erst wenige hundert Jahre zurück. Damals haben die Siedler hier um das nackte Überleben gekämpft, die Naturschönheit war hübsches Beiwerk. Die angrenzenden wilden Berggründe wurden im 30-jährigen Krieg, zur Napoleon- oder Schwedenzeit vorwiegend zum Verbergen genutzt, sonst aber eher gemieden. Ein Kulturraum ist wohl eher was anderes, als gelegentlich von Raubrittern, Holzdieben oder Schmugglern betretene Schluchten. Sonst hätte wohl Weber kaum die Wolfsschluchtszene in den Freischütz eingebaut, weil es zu banal gewesen wäre. Erst mit dieser Zeit, der Romantik, kam das wirkliche Naturentdecken: Götzinger, Nicolai. Damals, um 1800...1840, gab es aber weder Individualtourismus, noch Eisenbahn, die sächsische Dampschifffahrt war in ihrer Geburtsstunde. Jahre später erst (in den 1850ern) wurde durch die Eisenbahnverbindung nach Prag die Gegend erst richtig für "Normalverbraucher" zum "Einfallstor", wobei hier "Einfall" in des Wortes Zweideutigkeit gemeint ist! Schließlich sah man sich keine 50 Jahre später genötigt, erstmals offiziell über eine Regelung nachzudenken, die die Ströme an Naturbegeisterten zu kanalisieren versucht war. Dankenswerterweise entstanden damals auch Traditionen, die bis heute fortleben, und z.B. im SBB-Regelwerk (Bergsteigen) sogar verbindlich festgeschrieben wurden.
Die Alten hatten nicht so viel Freizeit (damals wurde ja noch, wer sich erinnert, samstags gearbeitet bzw. die Schule besucht), daß es quantitativ zu soviel Wildwüchsen kommen konnte, wie heute. Da war Klettern noch Selbstzweck, und das Thema Boofen und Feuerstellen hatte als "Primärerlebnis" lange nicht den Stellenwert, wie heute. Nennt mich Nostalgiker, aber ich möchte meinen Enkeln das Gebirge annähernd noch so hinterlassen, wie ich es vorgefunden habe. Wenn ich mir ansehe, wie in den letzten 20 Jahren zunehmende Individualmotorisierung, Elberadweg, Malerweg & Co. immer mehr, völlig unbedarfte "Naturtfreaks", in Wirklichkeit vielfach aber auch eventgeile Ignoranten angezogen haben, und diese Entwicklung irreversibel ist, finde ich es richtig, daß hier von öffentlicher Seite gewisse Restriktionen erfolgen, die im subjektiven Einzelfall tatsächlich grausam erscheinen mögen, aber objektiv nötig sind, damit nicht die letzte seltene Pflanze zerlatscht und das letzte Eichhörnchen von freilaufenden Stadtkötern verjagt wird.

Müll auf dem Pfaffenstein

"Müllhalde" zwischen Berggasthaus Pfaffenstein und Barbarine, Sommer 2012

Man kann logischerweise nicht von jedem Interessierten, der diese Gegend bereist, Sensibilität für die Besonderheiten, Verletzlichkeit und Unwiederbringlichkeit dieses Naturraumes voraussetzen! Warum sind denn im Zoo am Eisbärengehege die Zäune außen? Aus eben diesem Grunde, um die Leute vor sich selbst zu schützen!
Die vermeintlich legitimen Interessen und guten Absichten diverser selbsternannter "Wanderführer" im www in allen Ehren, aber in deren Schlepptau kommen hunderte Leute nach, die sich einen Dreck um die dort ausgedrückte Naturverbundenheit kümmern und nur ihren "Kick" hier ausleben wollen! Für d i e s e sollte man in der Niederlausitz in der Braunkohle einen Klettergarten aus Beton bauen, wo Bambis rumlaufen, damit auch für die Unterhaltung der Kinder gesorgt ist!
Verwurzelte Anwohner hier "leben" Naturverbundenheit  Sommer wie Winter, mit Schnee schippen und Einschränkungen in der umständlichen Verkehrsanbindung tagtäglich, und nicht nur wahlweise an schönen Wochenenden, für diese ist nich Sonntag 18 Uhr Heimreise. Daher haben diese Anwohner auch - Tourismus hin, Tourismus her - nicht immer Verständnis für Leute, die unser Gebirge aus egoistischen Gründen, sei es Erlebnishunger oder aus Profitinteressen uferlos ausbeuten und damit letztendlich binnen einer Generation völlig "zur Sau" machen. Schaut man sich die erwähnte "Zeitschiene" seit 1800 an: Hier ist doch in 100 Jahren kein Stein mehr auf dem anderen, wenn wir so weitermachen! Die leider jährlich nötige Aktion "Sauberes Gebirge" ist doch Indikator genug, wie schlimm es in Wirklichkeit um die Gesinnung einigerer Besucher hier steht! Tourismus an sich ist nicht dazu geeignet, Werte zu schaffen (Klempner und Dachdecker hingegen schon), es wird ja nichts produziert, nur umverteilt. Das Geld bleibt hier, die Leute sind weg, aber nichts greifbares ist dazugekommen. Die Wurst, die die Leute in den drei Wochen hier verzehren, die wird eben derweil in Hamburg oder Osnabrück oder Buxtehude nicht verzehrt, weil die Leute gerade hier sind. das ist doch eine Nullsummenrechnung. Der Mehrwert, der hier einkassiert wird, der würde in einer gesunden Region im produzierenden Gewerbe generiert und reinvestiert werden, es könnten Arbeitsplätze entstehen. Hier läßt sich die Pensionswirtin paar neue Fenster in den alten Hühnerstall einbauen und steht ab nächstes Jahr 1/4h früher auf, weil sie fortan zwei Betten mehr zu machen hat, mehr tut sich nicht.
 Und wenn gerade der Ätna ausbricht und die Wolke dieses Jahr zu uns zieht und die Sonne nur zaghaft durch diesen Brei scheint, bleiben die Leute weg, weil das Wetter schlecht ist und überall Staub liegt. Da bricht das Kartenhaus Tourismus in drei Monaten zusammen"

die Grundlage

Ein Beispiel zu Bergpfaden und Stiegen:
Vor 30 Jahren war die Rübezahlstiege ein Tipp, den kannten die Alten, nahmen dann mit 12-13 die Kinder mit, die gingen dann 5 Jahre später als erwachsene mit den engen Kumpels dort lang und weitere 10 Jahre später mit den eigenen Kindern.
 Es wurde gewissermaßen gefiltert, wer ist körperlich in der Lage, dort zu gehen, wer respektiert die Natur und betrachtet das nicht nur als Kick. Es war sozusagen ein Ehrenkodex, diese Kenntnis nur an Leute des Vertrauens weiterzugeben, was keine elitäre Angelegenheit, sondern eine der Vernunft war, weil die Sensibilität der Natur damals, auch bei geringerer Besucherfrequenz, durchaus im Focus war. Dabei haben selbstverständlich nicht nur Einheimische damals dieses Wissen gehabt.
 Heute werden diese Kenntnisse mit Hilfe des www mit der Gießkanne breitgestreut. Regeln zum Stiegengehen gibt es keine. Kann man ja auch nicht verlangen oder durchsetzen. Demgegenüber gibt es seit 100 Jahren Kletterrgeln speziell für den sächsischen Fels. Also gibt es schon hier Besonderheiten, die es anderswo nicht gibt, ansonsten wären ja die sächsischen Bergsteiger Idioten, sich solchen zu unterwerfen. (Für Schnelleser: Bergsteiger sind für mich keine Idioten!)
 Der unkritische Bergpfad- oder Stiegengeher wird sich aber von diesen Regeln, da sie ihn offenbar nicht tangieren, nicht beeindrucken lassen. Somit tut hier jeder, was er will. Früher, vor 50 Jahren, waren es 50 Leute im Monat, die die Rübi begangen haben. Ich habe 1994 allein einmalig 34 Leute, teilweise Mädchen im Freizeitlook (wie sich herausstellte, eine Studienklasse an der TU) an der Rübi angetroffen. Die sind dann irgendwann umgekehrt. Ich wollte mir das nicht antun und bin dann weggegangen und Richtung Rauschenstein und einer anderen Stiege weiter. Seither meide ich diesen Weg, so weh mir das tut. Die Publikationen, wie es heute dort aussieht, sind im www Legion. Nun ja, die Folgen haben sich diese und jene selbst zuzuschreiben. Und das wird nicht besser im Gebirge.
Nehmen wir als weiteres Beispiel unseren (von Pötzscha gesehen) "Hinterhof", die Bärensteine. An der Riegelhofstiege werden, seit ich deren Bekanntheit im www festgestellt habe, fast jedes Jahr vorhandene Tritte ausgehauen oder neue Steighilfen gelegt. Ist das die Zukunft? Ist das das, was bezweckt wird? Wenn hier teilweise "Heldentaten" vermeldet werden, dort und da wieder ein Steigeisen gesetzt, ist das doch geradezu eine Herausforderung für jedermann, dem nachzueifern. Und damit, streng genommen, Gesetz zu brechen, denn Grundherr ist meistens der Freistaat oder der private Waldeigentümer.
Wo führt das hin? In 20 Jahren kotzen diejenigen dann ihre eigenen, geliebten Wege, die sie sich selbst erwandert und überflüssigerweise ins Netz gestellt haben, dann dermaßen an, daß sie sie, wie ich heute schon, nur unter der Woche oder in der Abenddämmerung gehen mögen, sofern die Kernzone dann nicht - von mir aus hoffentlich, obwohl ich für meinen Teil diesen Zustand lieber nicht mehr erleben möchte, - von Ostrau bis Saupsdorf geht. Zur Erinnerung bleiben dann ja wenigstens unvergeßliche Videos in HD, die diese Erlebnisse (nicht nur im www) unzerstörbar speichern. Man muß z.B. schwierige Wege im Sandstein nicht technisch so ausgestalten, daß sie am Schulwandertag für eine Grundschulklasse taugen. Die Bergwacht hätte es dann auszubaden, wenn sie die Fußkranken aus dem Busch oder von der Felswand bergen muß.
In Anbetracht diese Entwicklung sollte eigentlich die Weitergabe vom Menschen weitestgehend unberührter Natur (ja, ich weiß, die Harvester und der Waldumbau im NP) das Primat sein. Weil der heutige Mensch fast völlig vergessen hat, was eigentlich  in der freien Natur das "Primärerlebnis" ausmacht. Unsereins sieht eine Kreuzotter. Oder eine seltene Pflanze, die man hier gar nicht mehr vermutet hätte. Andere hingegen sagen, iiiihhh eine Schlange. Und schauen, wo der Grillanzünder ist, damit man das Feuer ankriegt. Oder sind froh, endlich in der lang gesuchten Boofe angekommen zu sein, damit sie vielleicht endlich heute die spröde Freundin in dieser ungewohnt reizvollen Umgebung rumkriegen.
Auf der Internetseite des "BUND" kann man lesen: "In der städtischen Umgebung wachsen Kinder meist in einer überwiegend technisch geprägten Umwelt auf. Was in früheren Jahrzehnten noch selbstverständlich war – wild wuchernde Brachflächen als Spielraum für Kinder - gibt es heute kaum noch. Es mangelt den 7 bis 14 Jährigen an Freiflächen für sinnliche Naturerfahrung. Dabei kommen Kinder in "wilder Natur" mit Spaß, Abenteuer und freiem Spiel voll auf ihre Kosten. In sogenannten "Naturerlebnisräumen" machen Kinder möglichst ohne pädagogische Betreuung Naturerfahrungen fürs Leben. Durch zahlreiche Studien wurde belegt: Naturerfahrung fördert eine gesunde körperliche und seelische Entwicklung. Sie stärkt aktiv die Persönlichkeit, fördert Kreativität und soziale Kompetenz. Mit großer Freude lernen Kinder natürliche Risiken wie ein Gefühl für Höhe und Schnelligkeit einzuschätzen. Dies fördert ihr Selbstvertrauen." Das ist eine zweifellos richtige Feststellung, doch an der Umsetzung scheitert es wieder schon im Ansatz: Es wird gleich wieder übertrieben mit der "Bespaßung", die Verantwortung bleibt außen vor! Hier wächst man anscheinend nicht mehr organisch rein, wie noch vor einer Generation, hier stürzt man sich jetzt rein, mit den entsprechenden Blessuren, die dann meist leider das Gebirge davonträgt. Alles ins Extreme, kaum jemals sachte, umsichtig, und das ist das Schädliche. Wann lernen die Menschen endlich wieder, Maß zu halten? Auch beim "Schutz" der Natur - weil einseitiger oder übertriebener Schutz einer Art auf Kosten anderer Arten geht - siehe das Problem mit dem Kormoran und den Süßwasserfischen; vielleicht bald auch dem Wolf hier.

BUND

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